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Lienen verkauft Unimog nach Kelme

Feuerwehrauto reist auf Tieflader nach Litauen

Gutes Omen für die angestrebte Partnerschaft

 

-ws- Lienen. Aussortiert - aber nicht verschrottet. Den 20 Jahre alten Feuerwehrunimog des Löschzugs Lienen erhält die Wehr in Kelme.

Am Donnerstag ist das Fahrzeug per Tieflager auf die Reise nach Litauen gegangen. Wenn das kein gutes Omenfür die angestrebte Partnerschaft zwischen Kelme und Lienen ist.

Das Tanklöschfahrzeug 8/18 mit einem 1800 Liter fassenden Tank sehen nicht alle heimischen Einsatzkräfte gerne Ziehen. Andererseits: "Wir sind nie ganz glücklich mit dem Wagen geworden", bemerkt Lienens Löschzugführer Raphael-Ralph Meier. Grund: In denvergangenen beiden Jahrzehnten hat es drei Unfälle mit dem Fahrzeug gegeben.

Das letzte Vorkommnis liegt gut 8 Monate zurück. Auf der Fahrt zu einem Einsatz rutschte der Unimog auf der Straße Am Esch in einen tiefen Graben. Das Aus. Als im September Gäste aus Kelme den lädierten Wagen sahen, regte sich sofort interesse. sehr schnell waren sich beide Seiten handelseinig. Für 2500 Euro (davon 1500 Euro Reparaturkosten) ist der Tanklöscher, der sich besonder gut bei Wald- und Flächenbränden einsetzen lässt, der Wehr in Kelme überlassen worden. Vom Dach aus können Löscharbeiten erfolgen.

 

Horst Murken ist froh darüber, dass die Gemeinde nach der Neuanschaffung eines Tanklöschfahrzeugs den Unimog noch veräußern konnte. Glücklich ist der Bürgermeister, dass "das Fahrzeug noch jemand gebrauchen kann."

Nach einer kurzen Einweisung am Donnerstag, wurde der Unimog sofort verladen. Es war kaum noch Zeit das Wasser abzulassen. Zuvor hatte sich der Kelmer Wehr-Chef noch die genaue Handhabung erklären lassen. Mit dabei war auch ein Vertreter der litauischen Verwaltung.

Abendas trafen sich die beiden Gäste im "Alten Farmhaus" mit dem Bürgermeister, dem Lienener Löschzugführer und Wehrchef Heinz-Eckhard Achelpohl. Das war der Ende April geplante Gegenbesuch der Lienener in Kelme ein Gesprächsthema. Horst Murken: "Sie freuen sich auf den Besuch aus Lienen." Gestern Morgen reisten die beiden Litauer wieder gen Heimat. Im Gepäck hatten sie noch diverse Ausrüstungsgegenstände wie Gürtel, für die die Lienener Wehr keine Verwendung mehr hatte.

Quelle: Wilhelm Schmitte - Westfälische Nachrichten (Lengerich) - 03. 02. 2007