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Musikalische Botschafter


Lienen. Die Dinge entwickeln sich. „Gut“, freut sich Bürgermeister Horst Murken. „Die Litauer streben eine offizielle Städtepartnerschaft an“, erklärt der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtefreundschaft Lienen-Kelmé/Litauen (40 Mitglieder).

Dabei spielt der Nachwuchs eine besondere Rolle. „Ohne Jugendliche und Schulen macht die Partnerschaft auf Dauer keinen Sinn“, ist Horst Murken überzeugt. Deshalb freut es ihn besonders, eine 37-köpfige Besuchergruppe vom 22. bis zum 24. Juni in Lienen willkommen heißen zu können.

Darunter befinden sich 17 Jugendliche im Alter zwischen elf und 18 Jahren. Die Schülerinnen und Schüler lernen an der Kunstschule in Kelmé. Sie haben Akkordeon und Violine im Gepäck. Am 22. Juni geben sie um 20 Uhr am „Jägerhof“ ein Platzkonzert. Der Eintritt ist frei. Wer möchte, kann am Ende des Konzerts eine Spende für die Jugendarbeit in Kelmé geben. Auf jeden Fall hoffen die Organisatoren auf einen guten Besuch seitens der Bevölkerung.

Leiter der 37-köpfigen Delegation, die zuvor Baron von Stetten in Künzelsau ihre Aufwartung macht, ist der stellvertretende Landrat Romas Atkocaitis. Mit dabei sind Kelmés Bürgermeister Zigmas Macijauskas und Antanas Racas (Unterzeichner der litauischen Unabhänigigkeitserklärung).

„Wir freuen uns darüber, so eine große Jugendgruppe in Lienen zu haben“, sagt Horst Murken. Er hat von seinem jüngsten Besuch in Kelme (etwa 10 000 Einwohner) den Wunsch der Gastgeber im Gepäck, auch mit der Grund- und Hauptschule eine Partnerschaft eingehen zu wollen.

Der Freundschaftsverein hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, die Suppenküche in Kelme (Bedürftige erhalten hier einmal am Tag eine warme Mahlzeit) zu unterstützen und in der Schule eine deutsche Bibliothek aufzubauen. Zwischen den beiden Wehren gibt es bereits gute Kontakte. Schriftführer Werner Hunsche: „Wir möchten da helfen, wo es gewünscht wird.“ Aufdrängen wollen sich die Lienener auf keinen Fall. Horst Murken: „Wir versuchen mit den Menschen auf gleicher Augenhöhe zu reden.“

Bevor es zu einer offiziellen Partnerschaft kommt, will der Bürgermeister mit allen Fraktionen das Thema besprechen, damit es einen breiten Konsens gibt.

Mehr über den Freundschaftsverein und Beitrittserklärungen gibt es im Internet (www.lienen-kelme-verein.de).

 

Quelle: Wilhelm Schmitte - Westfälische Nachrichten (Lengerich) - 10. 06. 2008